28.12.2022
Bewerbung: Mit Social Media ins Abseits – oder zum Traumjob

Der eigene Auftritt in sozialen Netzwerken kann der Türöffner zum Traumjob sein – oder alle Chancen zunichtemachen. Jedes sechste Unternehmen (16 Prozent) hat schon einmal Bewerberinnen oder Bewerber wegen ihres Social-Media-Profils eingestellt. Aber knapp jedes Fünfte (19 Prozent) hat auch schon einmal Kandidatinnen und Kandidaten aufgrund ihres Auftritts in sozialen Netzwerken aussortiert. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 854 Unternehmen aller Branchen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Active Sourcing ist für größere Unternehmen Standard

Viele Unternehmen suchen Kandidatinnen und Kandidaten für offene Stellen inzwischen gezielt auf Social Media oder in Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn, das morgen vor 20 Jahren gegründet wurde. Dieses sogenannte Active Sourcing nutzt jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent), vor einem Jahr waren es erst 12 Prozent. Insbesondere bei den größeren Unternehmen gehört Active Sourcing heute zum Standard. 40 Prozent der Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten sucht gezielt in sozialen Netzwerken, bei größeren Arbeitgebern ab 250 Beschäftigten sind es sogar fast drei Viertel (72 Prozent).

Fokus liegt auf fachlicher Qualifikation – aber auch Hobbys und Politik spielen eine Rolle

Fast alle Unternehmen (97 Prozent), die auf Active Sourcing setzen, sehen sich dabei auf beruflich ausgerichteten Netzwerken um, rund jedes Zweite (52 Prozent) aber auch auf anderen wie Facebook, Twitter, Instagram oder Youtube. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei die fachliche Qualifikation (98 Prozent) sowie Äußerungen zum eigenen Unternehmen oder zu Wettbewerbern (94 Prozent). Zudem interessieren die Stationen im Lebenslauf (88 Prozent) sowie ganz allgemein Äußerungen zu Fachthemen (76 Prozent). 4 von 10 Unternehmen achten auf die Qualität der Kontakte (44 Prozent), die Anzahl der Kontakte spielt dagegen nur für 14 Prozent eine Rolle. Jeweils rund ein Drittel schaut sich Hobbys und private Aktivitäten (37 Prozent) sowie Fotos (35 Prozent) an. Rund jedes vierte Unternehmen (23 Prozent) will sich so auch ein Bild über die politischen Ansichten der Bewerberinnen und Bewerber machen.

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