SV-Lexikon

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Psychotherapie
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Psychotherapie kann nur im Rahmen der Psychotherapie-Richtlinien von der Krankenkasse erbracht werden, soweit und solange eine seelische Krankheit vorliegt. Als seelische Krankheit gilt auch eine geistige oder seelische Behinderung, bei der Rehabilitationsmaßnahmen notwendig sind. Sie ist keine Leistung der GKV, wenn sie nicht der Heilung oder der Besserung einer Krankheit bzw. der medizinischen Rehabilitation dient. Dies gilt ebenso für Maßnahmen, die ausschließlich zur beruflichen Anpassung oder zur Berufsförderung bestimmt sind, für Erziehungsberatung, Sexualberatung, körperbezogene Therapieverfahren, darstellende Gestaltungstherapie sowie heilpädagogische oder ähnliche Maßnahmen.

Nach den Psychotherapie-Richtlinien sind als Behandlungsverfahren derzeit zugelassen:

  • Psychoanalytisch begründete Verfahren (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, analytische Psychotherapie) und
  • Verhaltenstherapie.

Der Versicherte kann den Psychotherapeuten ohne vorherigen Besuch eines Arztes direkt aufsuchen.

Das Erstzugangsrecht ist allerdings verknüpft mit der Verpflichtung des behandelnden Psychotherapeuten, spätestens nach den probatorischen Sitzungen, deren Anzahl der Gemeinsame Bundesausschuss in den Psychotherapie-Richtlinien regelt, den Konsiliarbericht eines Vertragsarztes einzuholen, der in diesem Bericht das Ergebnis seiner Abklärung einer eventuell vorliegenden somatischen Erkrankung niederlegt und, sofern er es für erforderlich hält, auch die Abklärung durch einen Psychiater (ggf. durch einen Kinder- und Jugendpsychiater) veranlasst, der den Konsiliarbericht dann entsprechend ergänzt.

(Ärztliche BehandlungÄrztliche Behandlung)

Ein Angebot der BITMARCK BERATUNG GMBH, München 2021
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