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29.10.2019
Berufsausbildung: Bundestag stimmt Novelle zu

Die Bundesregierung will die Wettbewerbsf├Ąhigkeit und die Attraktivit├Ąt der dualen Berufsausbildung erh├Âhen. Gelingen soll dies insbesondere mit einer Mindestverg├╝tung f├╝r Auszubildende, international vergleichbaren Abschlussbezeichnungen und Teilzeitausbildung. Der Bundestag hat der Novelle des Berufsbildungsgesetzes nun zugestimmt.

Weltweit wird die duale Berufsausbildung in Deutschland gesch├Ątzt. Damit dies so bleibt, so die Bundesregierung in einer aktuellen Presseinformation, ist es umso entscheidender, auf wichtige Trends und Entwicklungen zu reagieren. Mit der Gesetzesnovelle stellt die Bundesregierung die entscheidenden Weichen f├╝r die Berufsausbildung der Zukunft. Eine attraktive berufliche Bildung ist auch volkswirtschaftlich zur Sicherung der k├╝nftigen Fachkr├Ąftebasis unverzichtbar.

Nach dem Bundestag muss nun noch der Bundesrat gr├╝nes Licht geben. Die Neuregelungen zum Berufsbildungsgesetz sollen dann bereit zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Mindestverg├╝tung f├╝r Auszubildende

Wichtiger Kernpunkt ist die Einf├╝hrung einer ausbalancierten und unb├╝rokratischen Mindestverg├╝tung f├╝r Auszubildende. Sie soll f├╝r neue Ausbildungsvertr├Ąge ab 1. Januar 2020 gelten, die au├čerhalb der Tarifbindung liegen. Zun├Ąchst soll die Mindestverg├╝tung im ersten Ausbildungsjahr monatlich 515 Euro betragen. 2021 erh├Âht sie sich auf 550 Euro, 2022 auf 585 Euro und 2023 auf 620 Euro.

Klare Bezeichnungen f├╝r die berufliche Fortbildung

Weiteres wichtiges Ziel der Gesetzesnovelle ist es, die internationale Wettbewerbsf├Ąhigkeit der beruflichen Bildung zu sichern. In Deutschland gibt es heute unz├Ąhlige Fortbildungsabschl├╝sse und -bezeichnungen, beispielweise Servicetechniker/in, Prozessmanager/in, Fachwirt/in, Fachkauffrau/-mann, Betriebswirt/in.

Dieser Wildwuchs an Bezeichnungen soll bald der Vergangenheit angeh├Âren: In der h├Âherqualifizierenden Berufsbildung soll es k├╝nftig die Abschl├╝sse "Gepr├╝fte/r Berufsspezialist/-in", "Bachelor Professional" und "Master Professional" geben.

Ausbildung in Teilzeit

Zudem wird die M├Âglichkeit erweitert, eine Ausbildung in Teilzeit zu absolvieren. Bisher ist dies nur f├╝r leistungsstarke Auszubildende zul├Ąssig, die alleinerziehend sind oder Angeh├Ârige pflegen. K├╝nftig soll dieser Weg insbesondere auch Gefl├╝chteten, lernbeeintr├Ąchtigten Menschen sowie Menschen mit Behinderungen offen stehen. Voraussetzung f├╝r eine Ausbildung in Teilzeit ist die Zustimmung des Ausbildungsbetriebs.

Weitere Neuregelungen

Dar├╝ber hinaus wird unter anderem das Pr├╝fungswesen in der beruflichen Bildung flexibler gestaltet und die Durchl├Ąssigkeit bei aufeinander aufbauenden Ausbildungsberufen verbessert. Zugleich bietet die Novellierung die Gelegenheit, Verfahren zu modernisieren, zu vereinfachen und zu verk├╝rzen. B├╝rokratie soll auf diese Weise abgebaut werden.

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