Debeka BKK - Versichertennews
18.10.2019
TSVG: Bessere Leistungen für Versicherte

Am 11.05.2019 ist das ÔÇ×Gesetz f├╝r schnellere Termine und bessere VersorgungÔÇť (Terminservice und Versorgungsgesetz ÔÇô TSVG) in Kraft getreten. Mit dem Gesetz werden u.a. die Leistungen f├╝r gesetzlich Versicherte ausgeweitet.

Terminservicestellen

Kern des Gesetzes ist der Ausbau der Terminservicestellen. Sp├Ątestens ab dem 01.01.2020 sollen sie als zentrale Anlaufstellen f├╝r Patientenrund um die Uhr erreichbar sein ÔÇô online oder per bundesweit einheitlicher Notdienstnummer 116117.

Waren diese Stellen bisher f├╝r die kurzfristige Vergabe von Facharztterminen zust├Ąndig, werden sie k├╝nftig auch Termine zu Haus- und Kinder├Ąrzten vermitteln und Patienten bei der Suche nach einem Haus-, Kinder- oder Jugendarzt unterst├╝tzen. Weiterer Vorteil f├╝r Familien: Termine f├╝r U-Untersuchungen gibt es dann innerhalb von vier Wochen. Bei akutem Bedarf muss alles besonders schnell gehen: Daher bekommen Patienten k├╝nftig ├╝ber diese Einrichtungen auch w├Ąhrend der Sprechstundenzeiten einen Termin ÔÇô und zwar entweder in einer Arztpraxis, in der Notfallambulanz oder im Krankenhaus. Und auch bei psychotherapeutischer Behandlung geht es k├╝nftig schneller: Im Akutfall muss ein Patient maximal zwei Wochen auf einen Termin warten.

Mindestsprechstunden

Parallel dazu wurde mit dem neuen Gesetz das Mindestsprechstundenangebot der Vertrags├Ąrzte erh├Âht. F├╝r niedergelassene ├ärzte sind das mindestens 25 Stunden pro Woche (Hausbesuchszeiten werden angerechnet). Au├čerdem m├╝ssen bestimmte Fach├Ąrzte, etwa Augen-, Frauen- oder HNO-├ärzte mindestens f├╝nf Stunden pro Woche als offene Sprechstunde anbieten. In dieser Zeit sollen Patienten ohne vorherige Terminvereinbarung behandelt werden.

Zahnersatz

Ab dem 01.10.2020 gibt es wieder mehr Geld f├╝r Zahnersatz. Bei der sogenannten Regelversorgung etwa mit Kronen oder Br├╝cken unterst├╝tzen die Krankenkassen ab diesem Zeitpunkt mit einem Zuschuss von 60 %. Aktuell liegt dieser noch bei 50 %. Hierdurch werden die Versicherten, die auf eine Versorgung mit Zahnersatz angewiesen sind, finanziell entlastet.

Apps f├╝r chronisch Kranke

Schon heutzutage organisieren vor allem chronisch Kranke ihren Patientenalltag per App. Diese hilft zum Beispiel dabei, Medikamente zur richtigen Zeit und in der notwendigen Menge einzunehmen. Neu ist, dass es diese Apps k├╝nftig ÔÇ×auf RezeptÔÇť geben soll, Patienten die Kosten hierf├╝r also nicht mehr selber tragen m├╝ssen.

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