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02.10.2019
Aufstiegs-BAföG: Mehr Geld für berufliche Fortbildungen

Wer sich zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Betriebswirt oder staatlich gepr√ľften Erzieher fortbilden will, soll ab August 2020 noch besser unterst√ľtzt werden. Das sieht der Gesetzentwurf zur Reform des Aufstiegs-BAf√∂G vor, den das Bundeskabinett jetzt verabschiedet hat.

Lehrg√§nge, Pr√ľfungen, Materialien, Lebensunterhalt - der Kostenaufwand von beruflichen Fort- und Weiterbildungen ist nicht zu untersch√§tzen. Finanzielle Unterst√ľtzung bieten Bund und L√§nder: Seit 1996 gibt es das sogenannte Aufstiegs-BAf√∂G f√ľr den Aufstieg im dualen System der beruflichen Bildung. Anspruchsberechtigt sind alle, die sich mit einem Lehrgang oder an einer Fachschule auf eine anspruchsvolle berufliche Fortbildungspr√ľfung in Voll- oder Teilzeit vorbereiten - unabh√§ngig vom Alter.

Gut 650 Millionen Euro von Bund und Ländern

Das Aufstiegsfortbildungsf√∂rderungsgesetz (AFBG, auch "Aufstiegs-BAf√∂G", fr√ľher "Meister-BAf√∂G" genannt) unterst√ľtzt die Vorbereitung auf inzwischen mehr als 700 Fortbildungsabschl√ľsse. Die F√∂rderung wird teilweise als Zuschuss, der nicht zur√ľckgezahlt werden muss, teilweise als zinsg√ľnstiges Darlehen gew√§hrt. Die Kosten des Aufstiegs-BAf√∂G tragen zu 78 Prozent der Bund und zu 22 Prozent die L√§nder. 2018 wurden im Rahmen des Aufstiegs-BAf√∂G 666 Millionen Euro bewilligt.

Die wichtigsten geplanten Neuerungen

Nun will die Bundesregierung das Aufstiegs-BAf√∂G noch attraktiver machen und baut die F√∂rderleistungen aus. Demnach bekommt - wer sich nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung weiterbildet - k√ľnftig nicht nur mehr Geld. Der Einzelne kann auch mehrfach vom Aufstiegs-BAf√∂G profitieren.

Die wichtigsten geplanten Verbesserungen:

  • Der einkommensabh√§ngige Zuschuss zum Unterhalt wird zu einem Vollzuschuss ausgebaut (bisher 50 Prozent).
  • Der Unterhaltsbeitrag pro Kind und Ehepartner (je 235 Euro) wird zu 100 Prozent als Zuschuss gew√§hrt (bisher zu 45 beziehungsweise 50 Prozent als Darlehen).
  • Der Kinderbetreuungszuschlag f√ľr Alleinerziehende wird von 130 auf 150 Euro pro Monat erh√∂ht. Zudem steigt das H√∂chstalter f√ľr die Ber√ľcksichtigung von betreuungsbed√ľrftigen Kindern von zehn auf 14 Jahre.
  • Lehrgangs- und Pr√ľfungskosten werden k√ľnftig zu 50 Prozent vom Staat bezuschusst (bisher 40 Prozent), der Rest als Darlehen gew√§hrt.
  • Die Stundungs- und Erlassm√∂glichkeiten zur R√ľckzahlung werden ausgeweitet.

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